Kater Leo und der gestreifte Pullover

Kater Leo und der gestreifte Pullover

Zuletzt aktualisiert am 18. Oktober 2020

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Jetzt konnte Leo ungestört loslegen und einen Plan schmieden, wie er nun vorgehen sollte. Das brauchte seine Zeit. Er musste zuerst ein paar Überlegungen treffen. Dazu legte er sich auf seinen Lieblingsplatz: die Fensterbank.

Fast wäre er dabei eingenickt, als es plötzlich an seiner Nase kitzelte. Er strich mit der Pfote über die Nase, aber jetzt kitzelte es an der Stirn. Und dann am Ohr. Und dann wieder an der Nase.

Leo blinzelte kurz mit den Augen, öffnete sie dann, konnte aber nichts entdecken. Huch, schon wieder. Leo hob den Kopf und sah ein kleines Spinnchen, das an einem seidenen Faden hin und her schaukelte. Sie schwebte genau über seinem Kopf und berührte ihn dabei leicht.

Plötzlich hatte Leo eine grandiose Idee.

„Du bist doch eine Spinne?“ fragte er vorsichtshalber das kleine Spinnchen. „Das siehst du doch“, antwortete sie etwas belustigt. Sag mal: „Wie stellst du es an, so einfach in der Luft zu baumeln?“

„Na ganz einfach“, meinte das Spinnchen. „Ich spinne mir einen festen Faden und kann mich so überall rauf- und runter lassen.“ „Das ist toll“, schwärmte Leo.

„Kannst du denn auch etwas anderes, als einen Faden spinnen?“, fragte er weiter. „Was sollen deine komischen Fragen?“, wollte jetzt das Spinnchen wissen.

„Na wenn du spinnen kannst, dann kannst du doch sicherlich auch stricken?“, stellte Leo weiterhin die Frage. Und er erzählte ihr von seinem großen Wunsch nach einem bunt-gestreiften Pullover.

Leo raste zu dem Strickkorb, in dem sich ganz viele Knäuel mit bunter Wolle befanden. Er zeigte sie dem Spinnchen. „Kannst du mir bitte dabei helfen, einen Pullover zu stricken?“, fragte er und schaute sie dabei flehentlich an.

Da konnte das Spinnchen natürlich nicht nein sagen, meinte aber, dass sie bisher noch nie gestrickt hatte. Aber sie könnte es ja versuchen.

Ganz eifrig machte sie sich an die Arbeit und Leo half dabei, indem er die Wollknäuel aufrollte und die farbliche Reihenfolge der Fäden bestimmte. Ein roter Faden, dann ein gelber Faden und so weiter.

Mit ihren acht Beinchen verstrickte das kleine Spinnchen ganz flink die Wollfäden ineinander. „So!“, sagte sie zu Leo. „Jetzt hast du gesehen, wie es geht und du kannst es selbst mal ausprobieren.“

Leo versuchte es mit seinen zwei Pfoten, verhedderte sich aber ständig mit den Fäden. Da fiel ihm plötzlich ein, wie seine Menschen strickten. Mit zwei langen Stricknadeln. Das würde seine Pfoten verlängern. So müsste es klappen.

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